Logbuch 4-26

Mit etwas Hilfe geht’s flott vorwärts!
Und adopo kommt nach fast einem Jahr langsam aber sicher in Form.

Nachdem das horizontale Basisgerüst der Helling erstellt war, wurden mit grosser Unterstützung eines „hölzigen“ Freundes die vertikalen Stützen daran montiert. Dies erfordert präzises Einmessen der Position und Lage mittels Laser, Massband und Wasserwaage. Schliesslich bilden diese Balken das Gerüst für die Montage der Frames und sind folglich entscheidend für den präzisen Bau des Rumpfes. Zweifeln war erlaubt – und teilweise auch berechtigt. Plan lesen, erneut vermessen, berechnen, ausrichten, noch einmal messen und subito fest verschrauben. So geht Helling!

Mit derselben Formel wurden anschliessend die produzierten Frames (Spanten) sowie die längs stabilisierenden Bunksides (Seitenwände in der Kabine und im Cockpit) provisorisch montiert. Als Referenzen immer die achsengerechte Mitte sowie die Höhe der Wasserlinie beachtend. Ganz vorn stand schliesslich noch die Vormontage des Knies und des Stevens (Bugbalken) auf dem Programm. Und dann durfte die ganze Pracht wieder demontiert und anschliessend, mit Leim und ein paar Schrauben, final verbunden werden. Danke Räffu & Marc für die handgreifliche Unterstützung!

Und da steht es jetzt, das Bootsgerippe. Wie ein gestrandeter Zwickelwal in der Brauerei oder so. Immerhin, nun ist die Dimension (ziemlich gross) und die Form erkennbar. Und aktuell sind sogar etwas Stolz und Zufriedenheit präsent. Die Arbeit an den Frames scheint sich gelohnt zu haben, jedenfalls sind bis jetzt keine grossen Asymmetrien oder massiven Fehler aufgetaucht. Das verschafft Zuversicht und Motivation für die letzten Arbeiten (Hohlkehlen ziehen, Kielbalken einpassen, schön machen) vor dem nächsten grossen Schritt: das Verbinden der Frames mittels Stringer und Battens (horizontale Leisten) als Grundlage für die Beplankung.

Als besonderes Highlight zwischendurch durfte ich mit Postino von der Aaregarage die vier Kiele unserer kleinen Baugruppe in Aarberg bei LH Metallbau abholen und in die Werften liefern. Das war der leichteste Teil dieser Übung… Fabian und Joe übernahmen wieder mal die Denk- und Planungsarbeit. Getrieben durch Joes Transat-Projekt und Fabians grossartigem handwerklichem Geschick konnten an einem schönen August-Sonntag meine Bleibomben präzis auf das Endgewicht gehobelt und die für die Verschraubung mit dem Kiel notwendigen Löcher gebohrt werden. Seither warten auch Kiel und Bomben in der coolsten Werft in Worb geduldig auf die Montage. Dazu später, viel später, mehr…

Und seit Francesco und Babs aus den Ferien zurück sind, herrscht wieder Leben auf der Braui-Piazza. So startet es sich geschmeidig ins zweite Baujahr. Herbstliche Grüsse aus Worb und immer gern a dopo!


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