Vorspann | Preface
Die Produktion der Spanten startete erst einmal mit dem Aufbau eines Tisches mit einer 2.5 x 1.5m grossen, beschichteten Spanplatte. Als Expoy-System habe ich mich für “West” entschieden; alle Arbeiten an den Frames konnten mit dem 205 (Standard/Schnell-) Härter im Temperaturbereich 8-20°C ausgeführt werden. Zusätzlich zu wertvollen Tipps aus der Community habe ich mich am West System Technisches Handbuch orientiert.
Production of the frames began with the construction of a workbench using a 2.5 x 1.5 m coated chipboard panel. I selected the “West” epoxy system; all work on the frames was carried out using the 205 (standard/fast) hardener within a temperature range of 8–20 °C. In addition to helpful advice from the community, I followed the guidance in the West Systems Technical Manual.
Spantenbau in sechs Schritten | Frames Production in Six Steps
1. Schablone auf den Tisch | Template on the Table
Mit der Auslegung und provisorischer Fixierung der Einzelteile habe ich die Geometrie gemäss Planunterlagen auf den Tisch eingemessen, und mit der Platzierung von Metall-Winkeln (mit Doppelklebband auf dem Tisch fixiert) quasi eine 1:1 Bauschablone erstellt. Das funktionierte recht gut.
By laying out and temporarily securing the individual parts, I marked out the geometry on the table in accordance with the plans, and by positioning metal brackets (secured with double-sided tape on the table) I effectively created a 1:1 construction template. That worked quite well.



2. Vorbereitung ist alles | Preparation is Key
Alle Einzelteile habe ich 100er Papier angeschliffen, die Verschraubungen in den Sperrholzteilen vorgebohrt und wo sinnvoll Kanten mittels Fräser gerundet (r =4 bzw. 6mm).
I sanded all the individual parts with 100-grit paper, pre-drilled the screw holes in the plywood parts and, where appropriate, rounded the edges using a router (r =4 or 6mm).





3. Oli’s Eckenfüller | Oli’s Cornerfillers
Ausser Konkurrenz habe ich “Eckenfüller” aus Fichtenholz produziert und diese in die Hohlstellen zwischen den Eckverbindern und den Sperrholzteilen eingepasst. Ziemlich viel Arbeit, gibt aber zusätzliche Stabilität, bildet einfacher zu verschleifende Flächen und sieht auch ziemlich gut aus, finde ich.
Off the record, I’ve produced some ‘corner fillers’ out of fir wood and fitted them into the gaps between the corner joints and the plywood sections. It’s quite a lot of work, but it provides extra stability, creates surfaces that are easier to sand down, and looks rather good too, I’d say.






4. Kleben & Schrauben | Glueing & Screwing
Die Klebeflächen auf den Sperrholzteilen habe ich mit Tape maskiert sowie fett- und staubfrei vorbereitet. Zum Verkleben verwendete auch ich mit Baumwollfasern (West 403) angedicktes Epoxy, verschraubt habe ich das Ganze mit 4x30mm Inox-Holzschrauben (Senkkopf, Torx). Den ausgepressten Klebstoff habe ich zum auffüllen/abdichten der Schraubenköpfe verwendet.
I masked and prepared the surfaces to be glued on the plywood parts, ensuring they were grease- and dust-free. For gluing, I also used epoxy thickened with cotton fibres (West 403), and I secured the whole assembly with 4x30mm inox wood screws (countersunk head, Torx). The squeezed-out glue was used to fill and seal the screw heads.





5. Schön machen | Finishing
Sobald die Verklebungen ausgehärtet waren, habe ich diese sauber verschliffen und wo nötig & sinnvoll Hohlkehlen gezogen.
Once the bonds had been cured, I sanded them down neatly and added fillets where necessary and appropriate.





6. Versiegeln | Sealing
Alle Spanten habe ich grundsätzlich mit zwei Schichten Epoxy nass auf nass versiegelt und anschliessend mit 100er bzw. 180er Papier geschliffen. Die Flächen, die später noch mit Glasfaser überzogen werden, habe ich nur mit einer Schicht Epoxy imprägniert und die Aussenseiten der Spanten habe ich „roh“ gelassen; ich verspreche mir dadurch bessere Verbindungen beim Verkleben der Stringer und Battens sowie bei der Beplankung.
I sealed all the frames in general with two coats of epoxy, applied wet-on-wet, and then sanded them with 100-grit and 180-grit paper. I applied only a single coat of epoxy to the areas that will later be covered with fiberglass, and the outside surfaces of the frames I left “raw”; I expect this will provide better bonds when gluing the stringers and battens, as well as for the planking.





Meine Erkenntnisse | My Learnings
- Vorbereitung ist wirklich alles! | Preparation is key. Really!
- Mit Schrauben und Hohlkehlen habe ich es wohl etwas zu gut gemeint und entsprechend (zu) viel Arbeitszeit investiert.
I suppose I went a bit overboard with the screws and filleting and ended up spending (too) much time on it. - Für die Hohlkehlen empfiehlt es sich, einen niedrigdichten Füller (z.B. West 407) zu verwenden oder sich die ganze Sache mit Baumwollfasern, Microballoons und wenn nötig Texotropiermittel selber zu mischen… ist wesentlich besser nachzubearbeiten als Hohlkehlen aus einer hochdichten Mixtur.
For the fillets, it’s advisable to use a low-density filler (e.g. West 407) or to mix the whole thing yourself using cotton fibres, microballoons and a thixotropic additive if necessary. It’s much easier to refine than fillets done with a high-density mixture 😉 - Um die Nachbearbeitung zusätzlich zu unterstützen, können die Hohlkehlen mit einem Abreissgewebe-Band belegt werden, sobald das Epoxy etwas angezogen hat.
To further support the finishing process, the fillets can be covered with a peel ply once the epoxy has cured slightly. - Vor dem Schleifen der mit Epoxy imprägnierten Teile lohnt es sich, diese gemäss Handbuch zu reinigen und so allfällige Aminröte zu beseitigen. Ist wirklich so, glaube mir!
Before sanding the parts impregnated with epoxy, it’s worth cleaning them as described in the manual to remove any amine red. It’s true, believe me!
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